3 Fakten, die Sie noch nicht über Versicherungsbroker gewusst haben:

Versicherungsbroker haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Diese sind in den meisten Fällen nicht ganz richtig. Wir verstehen euch und können es auch vollkommen nachvollziehen, nachdem was uns unsere neuen Kunden oft erzählen. Darum wollen wir ein paar Unklarheiten und Vorurteile mal genauer anschauen. 

1. Richtige Wahl der Franchise und Modell

Um als Versicherungsbroker arbeiten zu dürfen, muss man gesetzlich mindestens eine Ausbildung zum Versicherungsvermittler VBV machen, Ungebundene, also versicherungsunabhängige Broker müssen sich bei der Finanzmarktaufsicht (FINMA) registrieren, um überhaupt tätig sein zu dürfen. Er muss vernetzt denken können und sich mit den verschiedenen Produkten auf dem kompletten Markt auskennen, um dann das Beste für seinen Kunden herauszuholen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass er dauernd am Ball bleiben und sich weiterbilden muss.

 

Fun-Fact am Rande. Wussten Sie, dass ein Aussendienstmitarbeiter, welcher direkt bei einem Versichungsunternehmen angestellt ist, die VBV Ausbildung und eine entsprechende Registrierung bei der Firma gesetzlich nicht benötigt? Eine interne Verkaufsschulung reicht scheinbar vollkommen aus. Natürlich setzen auch die Versicherer bei ihren Angestellten immer mehr darauf, dass Ihre Mitarbeiter diese Ausbildung haben. Wir lassen diesen Fun-Fact hier jetzt mal so stehen und Sie dürfen sich gerne selbst darüber Gedanken machen 😊

 

Vorurteil 2: Sie verkaufen nur, an was sie auch am meisten verdienen

Wenn der Broker dem Kunden immer nur das teuerste verkauft, verliert er seine Kunden, sobald dieser ein günstigeres und besseres Angebot bekommt. Auch die Versicherungen können nicht grossartig unterschiedlich bezahlen, sonst hätten sie keine Broker mehr, die sie vermitteln und es ginge ihnen eine Menge Umsatz verloren. Eigentlich arbeiten wir immer gegen unser Gehalt. Wir versuchen die beste Lösung mit der besten Prämie. Die GEA arbeitet in vielen Bereichen ganz bewusst mit Courtagen. Das sind jährliche Betreuungsentschädigungen, welche wir von der Versicherung für unserer Beratung erhalten. Das genaue Gegenteil einer einmaligen hohen Provision. Deshalb sind wir an einer langjährigen Partnerschaft mit unseren Kunden interessiert.

Vorurteil 3: Ihr beratet uns eine Stunde, habt fast keine Arbeit und bekommt haufenweise Geld für einen Abschluss

 

Hmm schön wärs 😊. Erstmal müssen wir mit unseren Kunden herausfinden, was er denn wirklich benötigt und uns einen Überblick über seine Situation machen. Dann einen Vergleich erstellten, also bei den verschiedenen Versicherern anfragen und diese Offerten verarbeiten. Das kann dann schon mal ein paar Tage und viele Emails und Telefonate dauern. Danach müssen wir noch, falls möglich, nachverhandeln. Anders als bei einer Versicherungsgesellschaft, müssen wir also nicht nur kurz ein Angebot berechnen, sondern die vielen verschiedenen Angebote vergleichen.

Wir lieben den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden und nehmen uns Zeit für eine gute Beratung. Dies kann schon mal 1-2 Stunden dauern und wir müssen sehr oft Argumente zu eurem Schutz entkräften. Wie zum Beispiel: «Im Internet habe ich gelesen.» oder «Meine beste Freundin sagt, dass das aber so gemacht werden muss.» Oft sind dies Meinungen und kein fundiertes Wissen. Wir sind Spezialisten auf unserem Gebiet, so wie der Herzchirurg Spezialist auf seinem Gebiet ist. Sie lassen sich ja auch nicht von Google oder der Freundin am Herzen operieren 😉.

 

Im besten Fall wenn Ihr euch entschieden habt, fahren wir wieder 1-2 Stunden zurück ins Büro und verarbeiten eure Anträge, oder ihr müsst noch eine Nacht darüber schlafen und warten dann ab und zu ein paar Wochen bis wir die unterschriebenen Unterlagen (nach mehrmaligem Anrufen und Mails schreiben, weiteren Erklärungen, Abänderungen) bekommen.

Anschliessend schicken wir die Unterlagen an die Versicherung, warten dann auf eure Policen und Rechnungen und kontrollieren diese dann auch. Gegebenenfalls reklamieren wir bei der Versicherung, wenn etwas nicht stimmt. Oder wenn Ihr von der Versicherung abgelehnt werdet, versuchen wir es für euch zu retten. Was manchmal auch gelingt. Oder müssen wieder von vorne beginnen.

Schlussendlich schicken wir die Unterlagen an euch und sind auch zu einem späteren Zeitpunkt noch für euch da, wenn Ihr Fragen oder Probleme habt. Ja wir bekommen auch oft WhatsApp Nachrichten mitten in der Nacht oder am Wochenende, die natürlich nicht warten können 😊

 

Im schlechtesten Fall haben wir die Arbeit von der Offert-Erstellung, den Weg, sowie Beratung umsonst gemacht, da der Kunde nicht abschliesst, zum Beispiel weil seine Ansichten zu dem was notwendig ist und der Realität was notwendig wäre ein wenig abweichen. Sprich – wir werden für unsere Arbeit nicht bezahlt.

 

Ja es stimmt, wir werden für manche Abschlüsse gut bezahlt und wenn wir unsere Arbeit richtig machen können wir auch sehr gutes Geld verdienen. Wenn man es dann aber wieder mit der gesamten Arbeitszeit, Beratungen, welche nicht zum Abschluss geführt haben, die Infrastruktur wie Büro, Software etc. einrechnet, sieht es im Verhältnis anders aus. Vielleicht ist es auch mal notwendig zu erwähnen das hinter Ihrem Versicherungsbroker kein Roboter steht, sondern ein Mensch, der hart arbeitet, um für Sie und Ihre Familie existenzbedrohende Szenarien abzuwenden und dadurch ein sorgenfreieres Leben zu ermöglichen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0